SYLLIT ist eine Flüssigformulierung des Wirkstoffes Dodin mit ausgezeichneter Regenbeständigkeit. SYLLIT besitzt als Kontaktfungizid insbesondere eine vorbeugende (protektive), lang anhaltende Wirkung gegen Schorf an Kernobst. Zudem durchdringt SYLLIT auch die Blattoberfläche (teilsystemische Wirkung), um eine beginnende Schorfinfektion zu stoppen. Die Wirkstoffaufnahme ist nach ca. 2 h abgeschlossen.

Produktvorteile
  • Sicheres Kontaktfungizid auch bei schweren Infektionen gegen Schorf an Kernobst sowie Kräuselkrankheit an Pfirsisch und Aprikose
  • Heilende (kurative) Wirksamkeit (bis zu 48 Stunden nach Beginn des Regenereignisses)
  • Einzigartiger Vertreter seiner Wirkstofffamilie der Guanidin-Salze und somit idealer Baustein für ein nachhaltiges Anti-Resistenz-Management
  • Ausgezeichnete Regenbeständigkeit
  • Hohe Wirksamkeit auch bei nassen und kühlen Verhältnissen
Summary/Passport

Wirkstoff: 400 g/L Dodin

Formulierung: Suspensionskonzentrat [SC]

Wirkstoffaufnahme: Protektive (Kontaktfungizid) + teilsystemische Wirkung

HRAC-Klasse: M7 (Guanidinsalze)

Mode of action: Der Wirkstoff Dodin ähnelt den Phospholipiden in der pilzlichen Zellmembran. Dodin wird in die Membran der Schorfspore eingebaut, wodurch diese instabil wird und kollabiert.

Kulturen: Kernobst (außer Apfelbeere), Pfirsisch, Aprikose

Gebinde: 5 l Kanister

Registered Use
Kultur AWM
[l/ha und je m Kronenhöhe]
Wirksamkeitspektrum Anzahl der Behandlungen Anwendungstermin

Kernobst

1,0

Schorf (Venturia spp.)

5 (im Abstand von 7 bis 10 Tagen)

Von BBCH 01 - Beginn des Knospenschwellens (Blattknospen): erstes deutliches Anschwellen der Knospen; Knospenschuppen werden länger und bekommen helle Partien,
bis Stadium BBCH 74 - Fruchtdurchmesser bis 40 mm; Frucht steht aufrecht; T-Stadium: Fruchtunterseite und Stiel bilden ein T, bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Keine Behandlung in der Zeit zwischen BBCH 65 bis BBCH 72 von berostungsempfindlichen Sorten.

Steinobst

1,0

Kräuselkrankheit (Taphrina deformans) an Pfirsich und Aprikose vor dem Austrieb

3
(in dieser Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 7 bis 14 Tagen)

Von BBCH 01 - Beginn des Knospenschwellens (Blattknospen),
bis BBCH 55 - Geschlossene Einzelblüten am Knospengrund mit gestauchten Blütenstielen sichtbar. Grüne Hüllblätter leicht geöffnet.

Spectrum of Efficacy

Vor Gebrauch gut schütteln.

  • Zuerst den Spritztank zur Hälfte mit der erforderlichen Wassermenge füllen und unter Umrühren bzw. bei laufendem Rührwerk SYLLIT zugeben.
  • Anschließend wird die noch fehlende Wassermenge aufgefüllt.
  • Rührwerk beim Ausbringen eingeschaltet lassen und die angesetzte Spritzbrühe umgehend verbrauchen.
  • Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als unbedingt gebraucht wird.

Nach der Anwendung Spritzgeräte und -leitungen sorgfältig mit Wasser spülen. Eventuell auftretende Reste von Spritzbrühe und aus der Gerätereinigung nie in die Kanalisation oder im Freiland ablassen, sondern verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

Directions of Use

Tipps für den Einsatz im Kernobst:

SYLLIT durchdringt die Blattoberfläche (teilsystemische Wirkung) und kann somit eine beginnende Schorfgefahr bis 24 Std. nach Infektionsbeginn stoppen. Nach eigenen Erfahrungen wird die beste Wirkungssicherheit erzielt, wenn SYLLIT nach Prognosemodellen oder Warndiensthinweis kurz vor der erwarteten Infektionsperiode eingesetzt wird.

 

Tipps für den Einsatz im Steinobst:

Auf eine gründliche Benetzung aller zu schützenden Pflanzenteile ist zu achten.

 

Schadorganismus Applikationstermin Aufwandmenge [L/ha und je m Kronenhöhe]

Schorf (Venturia spp.)

Von BBCH 01 - BBCH 74*

1,0

Kräuselkrankheit (Taphrine deformans)

BBCH 01 - BBCH 55*

1,0

*Nach eigenen Erfahrungen wird die beste Wirkungssicherheit erzielt, wenn Syllit nach Prognosemodellen oder Warndiensthinweis kurz vor der erwarteten Infektionsperiode eingesetzt wird.

 

 

SYLLIT ist mit den folgenden Produkten mischbar:

Mischpartner AWM [l_kg/ha] Bemerkungen

Capex 2*

0,1

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Cuprozin Progress*

0,1

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Discus*

0,125

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Flint*

0,1

---

Flordimex*

0,3

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Funguran progress*

1,2

---

Gibb Plus*

1,0

---

LMA*

20

LMA i.d.R. schwer löslich

Madex Max*

0,1

---

Mospilan SG*

0,25

Zusatz von Break Thru S240 mit 0,25 l nur am Schluss zugeben

Pirimor Granulat*

0,5

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Regulex*

0,1

---

Teppeki*

0,14

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Topas*

0,25

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Vegas*

0,5

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Bei Einhaltung der folgenden Mischungsanweisung kann die oben aufgeführte Auflistung unter günstigen Bedingungen noch um weitere Mischpartner (s.u.) ergänzt werden.

1.) Spritztank halb mit erforderlicher Wassermenge befüllen
2.) Bei laufendem Rührwerk den Mischpartner zugeben
3.) SYLLIT in einem Eimer im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen
4.) Verdünntes SYLLIT der Spritzbrühe zugeben
5.) Fehlende Wassermenge auffüllen
6.) Spritzbrühe bei laufendem Rührwerk umgehend aufbrauchen

Mischpartner AWM [l_kg/ha] Bemerkungen

Calypso (+ Break Thru S240)*

0,25

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Chorus*

0,3

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Confidor WG 70*

0,1

---

Coragen*

0,175

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Delan WG*

0,5

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Envidor*

0,4

---

Insegar*

0,4

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Karate Zeon*

0,1

---

Luna Experience*

0,25

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Malvin WG

1,2

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Merpan 80 WDG*

1,5

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Mimic*

0,5

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NeemAzal-T/S*

3,0

---

Runner*

0,4

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Scala*

0,75

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Score*

0,15

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Spruzit Neu*

7,0

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Systhane 20 EW*

0,25

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* Die Produktnamen sind eingetragene Warenzeichen der Hersteller.
Safety

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB110) Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.

(SE110) Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SPo5) Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.

(SS110) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS210) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z. B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS422) Kopfbedeckung aus festem Stoff mit breiter Krempe tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels in Raumkulturen.

(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(EO005-1 - SPo5) Wiederbetreten der behandelten Fläche erst nach Abtrocknung des Spritzbelages.

HINWEISE FÜR DEN NOTFALL | ZULASSUNGSAUFLAGEN | ANSPRECHPARTNER BZW. KONTAKT | TRANSPORT | UMGANG UND LAGERUNG | ENTSORGUNG | ALLGEMEINE INFORMATIONEN BZW. HAFTUNGSKLAUSEL erhalten Sie hier.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Anwendung stets Gebrauchsanleitung und Produktinformation sorgfältig lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen auf unseren Etiketten