NORIOS beeinhaltet die Aktivsubstanz Azoxystrobin. Es ist ein Breitband-Fungizid mit translaminarer, systemischer und protektiver Wirksamkeit. NORIOS bekämpft alle Rostkrankheiten sicher und verfügt über eine lang-anhaltende Wirkung und ist somit ein guter Partner für andere Wirkstoffgruppen.

Produktvorteile
  • Stark gegen Rostkrankheiten (Gelbrost und Braunrost) in Weizen, Gerste, Roggen & Triticale
  • Gute Zusatzwirkung auf DTR
  • Wichtiger Baustein im Resistenz-Management; z.B. guter Partner für SDHI-Fungizide aufgrund langer Dauerwirkung
  • Aktiviert physiologische Effekte innerhalb der Kulturpflanze
  • Perfekter Partner zu allen Azolfungiziden
Summary/Passport

Wirkstoff: 250 g/l Azoxystrobin

Formulierung: Suspensionskonzentrat [SC]

Wirkstoffaufnahme: Systemische Verteilung in der Pflanze

FRAC-Klasse: C3 (Strobilurine)

Mode of action: Strobilurine wirken über die Mitochondrien des Pilzes und hemmen dort die Zellatmung. Nach der Aufnahme durch den Pilz kommt es zu einer Unterbrechung des Elektronentransports in der mitochondrialen Atmungskette am Cytochrom bc1-Komplex und in Folge zu einem absterben.

Kulturen: Weizen, Gerste, Rogge, Triticale, Futtererbse

Gebinde: 5 l Kanister

Registered Use
Kultur AWM
[l/ha]
Wirksamkeitspektrum Anzahl der Behandlungen Anwendungstermin

Weizen

1,0

Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)
Gelbrost (Puccinia striiformis)
Braunrost (Puccinia recondita)

2 X pro Kultur
u. Jahr

BBCH 31 - BBCH 59

Gerste

1,0

Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora treres)
Zwergrost (Puccinia hordei)
Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)

2 X pro Kultur
u. Jahr

BBCH 31 - BBCH 59

Roggen

1,0

Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)
Braunrost (Puccinia recondita)

2 X pro Kultur
u. Jahr

BBCH 31 - 59

Triticale

1,0

Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)

2 X pro Kultur
u. Jahr

 

 BBCH 31 - 59

Futtererbse

1,0

Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)

2 X pro Kultur
u. Jahr

 

 BBCH 51 - 75

Spectrum of Efficacy

Herstellung der Spritzbrühe:
Vor der Anwendung alle Düsen, Schläuche und Filter überprüfen und sicherstellen, dass die Spritzvorrichtung sauber und korrekt justiert ist, um eine gleichmäßige Aufbringung mit dem korrekten Volumen zu ermöglichen. Den Spritztank halb mit klarem Wasser auffüllen. Rührvorgang starten. Das Gebinde schütteln und die erforderliche Menge an NORIOS direkt in den Tank füllen. Restwasser hinzufügen und gründlich vor und während der Behandlung mischen. Falls Tankmischungen verwendet werden, im Abschnitt „Anwendungsempfehlungen“ kontrollieren, ob eine Reihenfolge beim Mischen einzuhalten ist. Das Gebinde mit einer integrierten Druckwaschanlage oder manuell dreifach spülen und das Waschwasser in den Spritztank füllen. Die verdünnte Spritzbrühe nicht für längere Zeiträume, wie Mittagspause oder über Nacht, im Tank stehen lassen.

Reinigung der Geräte:
Um Schäden an anderen Kulturen zu vermeiden, müssen die Geräte nach Gebrauch gründlich gereinigt werden. Direkt nach Gebrauch den Tank vollständig entleeren und mit klarem Wasser abspritzen. Den Tank ausspülen und die Schläuche und Spritzen durchspülen. Den Tank halb mit klarem Wasser füllen und die empfohlene Menge an Reinigungsmittel hinzufügen. Durchrühren und die Schläuche und Spritzen mit der Reinigungsflüssigkeit spülen. Den Tank nachfüllen bis er komplett gefüllt ist und für 15 Minuten unter Rühren stehen lassen. Die Schläuche und Spritzen nochmals spülen und komplett entleeren. Entfernen Sie Düsen und Filter und säubern Sie diese getrennt in einer Lösung aus Reinigungsflüssigkeit in 10 L Wasser. Den Tank nochmals mit klarem Wasser spülen, dabei mindestens 10 % des Tankvolumens benutzen und die Spülflüssigkeit sicher entsorgen.

Directions of Use

NORIOS wirkt in der Regel protektiv und sollte daher vorbeugend eingesetzt werden. Kulturen, die unter Stress stehen sollten möglichst nicht behandelt werden. Mögliche Gründe von Stress können schlechte Boden- oder Kulturbedingungen, ungünstige klimatische Verhältnisse, Staunässe oder Trockenheit, Schädlinge oder Krankheitsbefall und Nährstoffmangel sein.

Neben der Kontrolle der Krankheiten bleibt der Grünanteil der Blätter länger als in nicht behandelten Kulturen erhalten. Dies kann zu Ertragssteigerungen führen. Eine längere Dauerwirkung kann erzielt werden, wenn die Behandlung beim Erscheinen des letzten Blattes (Fahnenblatt; F) oder auf die Ähre erfolgt.

Resistenzmanagement:
NORIOS möglichst in Tankmischungen und in Spritzfolgen mit Fungiziden mit anderen Wirkungsmechanismen verwenden. NORIOS gehört zu den Strobilurin-Fungiziden (FRAC-Gruppe C3). Nur die maximale Aufwandmenge anwenden. Reduzierte Aufwandmengen fördern die Ausbildung von Resistenzen.

Achtung:
Unbedingt sicherstellen, dass keine Abdrift auf Apfelkulturen erfolgt. Äpfel sind sehr empfindlich gegenüber NORIOS. Spritzgeräte, mit denen NORIOS ausgebracht wurde, nicht für Apfelkulturen verwenden.

 

Schadorganismus Applikationstermin Aufwandmenge [L/ha]

Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Gelbrost (Puccinia striiformis)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Braunrost (Puccinia recondita)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora treres)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Zwergrost (Puccinia hordei)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)

BBCH 31 – BBCH 59*

1,0

Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)

BBCH 51 – BBCH 75*

1,0

*Nach eigenen Erfahrungen wird die beste Wirkungssicherheit erzielt, wenn Syllit nach Prognosemodellen oder Warndiensthinweis kurz vor der erwarteten Infektionsperiode eingesetzt wird.

 

NORIOS ist physikalisch kompatibel mit einer Reihe von anderen Pflanzenschutzmitteln.

Safety

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB010) Für Kinder unzu-gänglich aufbewahren.

(SF245-01) Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.

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Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Anwendung stets Gebrauchsanleitung und Produktinformation sorgfältig lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen auf unseren Etiketten